ZeitzeugInnen

Viktoria Főző

By June 10, 2018 No Comments

Wurde 1931 in Budapest geboren. Ihr Vater war Journalist und Theaterkritiker, die Mutter leitete das Geschäft, eine Glaserei, der Familie. Da die Mutter jüdischer Herkunft war, hat die Familie alle Verwandte und ihren ganzen Besitz im Zweiten Weltkrieg verloren. Viktoria und ihre Mutter kamen ins Budapester Getto auf der Pest Seite. Der Vater tauchte mit dem kleinen Bruder am Balaton unter. Kurz nachdem sie auf dem Ghetto befreit wurden, starb der Vater an Herzversagen. Die Mutter brachte 1945 ihre Kinder, Viktoria war damals 14 und ihr Bruder Andor 12, in Gábor Sztehlos Kinderheim und suchte sich eine Arbeit.

Viktoria und ihr Bruder verbrachten vier Jahre in PAX-Kinderheim. Sie wurde in der Mädchenburg, ihr Bruder in der Wolfshöhle untergebracht. Noch heute erinnert sie sich mit Liebe an Gábor Sztehlo: Er wurde unser Vater, statt dem unseren.

Nach der Matura besuchte Viktoria eine Handelsschule, um so schnell wie möglich Geld zu verdienen. Da sie aber das im Sztehlo-Heim erlernte im Herzen trug, und nicht die parteinahen Prinzipien, fand sie nur sehr schwer eine Arbeit im kommunistischen Ungarn. Später wurde sie Buchhalterin in bei einem ungarischen Erdölproduzenten. Während dessen arbeitete sie freiwillig beim Roten Kreuz. Noch heute tritt sie bei Veranstaltungen auf, um Gedichte vorzutragen.

Hier habe ich Menschlichkeit, Haltung, Moral, gutes Benehmen, die Liebe zur Ordnung und noch viele schöne Sachen gelernt.

Viktoriaüber die Mädchenburg

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